Umsatz im ÖPNV

Seit Jahren steckt die Geschäftsentwicklung des ÖPNV in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation. Deutlich sinkende Schülerzahlen führen nicht nur zu stark rückläufigen Aufträgen im freigestellten Schülerverkehr, sondern gefährden auch die flächendeckenden ÖPNV-Verkehrsangebote in den ländlichen Regionen und Mittelstädten, die hauptsächlich von privaten Verkehrsunternehmen bedient werden. Der Anteil der Schülerverkehre ist in diesen Regionen weit überdurchschnittlich und bildet mit vielfach über 80 Prozent die mit Abstand wichtigste Fahrgastgruppe.

Teilweise ermöglichen erst allein die öffentlichen Zuschüsse für die Schülerverkehre in peripheren Gebieten, das Aufrechterhalten des ÖPNV. Schwierig wird es, wenn neben sinkenden Schülerzahlen, auch noch Bundestag und Bundesrat Kürzungen beschließen wie in den vergangenen Jahren. Dies belastet private Unternehmen massiv und führt zu einer existentiellen Bedrohung.

Es ist demnach nicht verwunderlich, wenn die Fahrgäste in ländlichen Regionen um die Erhaltung eines preiswerten und flexiblen ÖPNV-Verkehrsangebots fürchten. Die logische Folge der finanziellen Kürzungen wären ein geringeres Leistungsangebot oder höhere Tarife. Letztere würden wiederum zu einem Fahrgastrückgang führen und schließlich dadurch zu einer Ausdünnung des Verkehrsangebots. Ein Teufelskreis würde in Gang gesetzt, der allen verkehrspolitischen Notwendigkeiten und Zielen widerspräche. 

Der Gesamtumsatz allein aus dem Busverkehr in Deutschland beträgt 6,6 Milliarden Euro. Davon stammen drei Viertel - 4,9 Milliarden Euro - aus dem ÖPNV sowie ein Viertel -1,7 Milliarden Euro- aus der Bustouristik.

Bewertung der Geschäftslage

Schlechte ÖPNV-Geschäftsbeurteilung 2009

Laut bdo-Konjunkturumfrage 2009 fällt die Lagebeurteilung der ÖPNV-Unternehmen gut aus. Im Jahr 2009 verbessert sich die positive Stimmung des Vorjahres um weitere zwei Prozentpunkte und erreicht einen Positivsaldo von 19 Prozent. Demnach verzeichnen 44 Prozent der öffentlichen Verkehre steigende Umsätze und nur 25 Prozent registrieren eine negative Umsatztendenz.

Eintrübung der ÖPNV-Geschäftsprognose 2010

Im laufenden Jahr 2010 wird im ÖPNV mit einer verschlechterten Geschäftslage gerechnet: das ÖPNV-Stimmungsbarometer sinkt für 2010 auf minus 22 Prozent ab.

Die bdo-Konjukturumfrage 2009 finden Sie unter Konjunktur.