Passagiere im ÖPNV

Rund drei Viertel aller Bundesbürger nutzen nach einer repräsentativen Umfrage des Deutschen Verkehrsforums den ÖPNV, ein Drittel davon sogar mindestens einmal pro Woche.

Im Liniennahverkehr sind ca. 2 850 private und kommunale Unternehmen als Beförderer aktiv. Sie beförderten zusammen 10,25 Mrd. Fahrgäste. Die Fahrgäste fahren im Durchschnitt je Fahrt 9,1 km weit, sodass die Beförderungsleistung 93,5 Mrd. Personenkilometer beträgt. Die Fahrzeuge der Unternehmen legten zur Erbringung dieser Verkehrsleistungen 3,5 Mrd. km zurück.

Insbesondere in Mittelstädten und ländlichen Regionen bilden die Privaten das Rückgrat des ÖPNV.

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Hinweis: Nächste Veröffentlichung dieser Fachserie des Statistischen Bundesamtes erfolgt erst im Jahr 2009.

Mehr als 4.000 private Unternehmen sind im Linienverkehr tätig. Jedoch nur ca. 17 Prozent verfügen über eigene Liniengenehmigungen. Der Anteil der Auftragsfahrten dominiert das Geschäft.

Trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten konnten die privaten Busunternehmen die Passagierzahlen im Linienverkehr im vergangenen Jahr leicht steigern.

Dieser Trend ist einzig dem allgemeinen Linienverkehr(1) zu verdanken. Während der Freigestellte Schülerverkehr(2) sowie die Sonderformen des Linienverkehrs(3) rückläufig waren, konnten im Bereich des allgemeinen Linienverkehrs Zuwächse  erzielt werden. 

Die gefahrenen Personenkilometer sind seit Jahren rückläufig. Gleiches gilt für die Wagenkilometer. Grund für diese Entwicklung ist der allgemein steigende und lang anhaltende Mobilisierungsgrad der Bevölkerung.

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Die seit mehreren Jahren anhaltenden Zuwächse bei den Zeitfahrausweisen für Schüler, Studenten und andere Auszubildende setzten sich  fort. Diese Entwicklung ist den immer individuelleren und dadurch attraktiveren Zeitfahrausweisangeboten zu verdanken. Der Rückgang im Bereich der Einzel- und Mehrfahrtenkarten ist auf den allgemein steigenden Mobilisierungsgrad sowie den Rückgang der Beschäftigtenzahlen zurückzuführen.

Hinter den sogenannten „Sonderformen des Linienverkehrs“ verbergen sich der Berufsverkehr, Markt- und Theaterfahrten sowie die Schülerverkehre. Bei letzteren handelt es sich im Gegensatz zu den Freigestellten Schülerverkehren um Fahrten, bei denen nur Schüler zwischen Wohnung und Lehranstalt befördert und keine weiteren Fahrgäste aufgenommen werden. Ähnliches gilt für den Berufsverkehr. Hierbei werden Arbeitnehmer mit gesonderten Bussen zu ihrem Arbeitsplatz gebracht. Sehr eigen ist die Kategorie der Markt- und Theaterfahrten, bei denen Personen tatsächlich nur zu Theateraufführungen, Konzerten, Märkten etc. befördert werden. Die Sonderformen des Linienverkehrs machen nur einen geringen Teil an den gesamten ÖPNV-Leistungen der privaten Omnibusbranche aus (ca. sechs Prozent) und sind zudem seit Jahren rückläufig.

(1) Genehmigungspflichtiger Linienverkehr nach § 42b Personenbeförderungsgesetz
(2) Unentgeltliche Beförderung von Fahrgästen durch oder für Schulträger zum und vom Unterricht.
(3) Berufsverkehr, Markt- und Theaterfahrten, entgeltliche Schülerfahrten.