"Klimaschonendes Reisen versus Wettbewerbsverzerrungen" - bdo-Kongress zu Chancen und Blockaden im Bustourismus

„Enormes Potenzial“

„Chancen und Blockaden im Bustourismus – Klimaschonendes Reisen versus Wettbewerbsverzerrungen“ war das Thema des zweitägigen Tourismuskongresses, zu dem der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) Mitte Februar nach Berlin eingeladen hatte.

 „Bei einem Langzeitflug muss kein Pilot eine Pause einlegen!“ Mit dieser knackigen Aussage demaskierte bdo-Vizepräsidentin Dr. Gisela Volz die unsinnige EU-Neuregelung der neuen Lenk- und Ruhezeiten. Die baden-württembergische Busunternehmerin berichtete den über 150 Kongressteilnehmern mit vielen Beispielen „von ganz tief unten aus der Praxis“, wie das Geschäft nach dem Ende der 12-Tage-Regelung im täglichen Busalltag wirklich läuft. Ihr lebhafter Vortrag machte bewusst, dass in jeder bitteren und traurigen Wahrheit auch etwas Komisches liegt. Denn mit ihren Praxisschilderungen löste sie mehrfach Heiterkeit aus – obwohl die Mehrzahl der Zuhörer unter den gleichen Problemen leiden.

 

Die neuen Lenk- und Ruhezeiten waren das Hauptthema des Tourismuskongresses. Diese EU-Bestimmung hält bdo-Präsident Wolfgang Steinbrück „schlichtweg für eine Existenz gefährdende, an der Realität vorbeigehende Regelung“. In seinem Eröffnungsvortrag kritisierte er, dass sich dadurch die Verkehrssicherheit nicht erhöhe und es außerdem keine Vorteile für Reisegäste und Fahrpersonal bringe. Im Gegenteil. „Gerade unsere Fahrer haben in der Folge weniger Einkommen und weniger Freizeit mit ihren Familien.“ Außerdem sei dadurch auch das Hotel- und Gaststättengewerbe betroffen, legte er dar. An die Abgeordneten aus dem Bundestag und dem EU-Parlament appellierte er, „Fehler einzugestehen und diese dann zu korrigieren“. Steinbrück mahnte: „Geben Sie uns die 12-Tage-Regelung wieder. Lassen Sie uns um Gottes Willen ein Stück Flexibilität. Wir sind keine Lkw-Unternehmer und unsere Fahrer transportieren kein gepökeltes Schweinefleisch. Wir sind Busunternehmer und wir befördern Menschen und schenken ihnen unvergessliche Erlebnisse.“

Ernst Hinsken, Beauftragter der Bundesregierung für Tourismus, unterstützt das Anliegen. Auch er meinte, dass diese bestehenden Lenk- und Ruhezeiten „zu Recht kritisiert“ werden. Gleichzeitig verwies er darauf, dass sich Deutschland damals bei der Abstimmung in Brüssel als einziges Land der Stimme enthalten hatte. Er versicherte: „Wir bleiben hier am Ball.“ Ebenso ist IRU-Vizepräsident Yves Mannaerts bemüht, „historische Fehler zu korrigieren“. Nun müsse nur die Mehrheit der 27 Verkehrsminister überzeugt werden, dass sie die 12-Tage-Regelung unterstützen. Doch bisher haben sich nur drei Länder dazu bereit erklärt. Und auch aus Gewerkschaftskreisen gibt es keinen richtigen Druck. Mannaerts betonte: „Wir sind weiter im Gespräch.“ Doch er verdeutlichte auch: „Es gibt Fortschritte, aber der Weg zum Ziel ist noch lang.“

 

Veranstaltungsbeiträge

 

13. Februar - Workshop "Bustourismus"

Johannes Krems, Geschäftsführer, Verband Nordrhein-Westfälischer Omnibusunternehen e. V., Langenfeld

Die Umsetzung der Änderung der EG-Sozialvorschriften in der Praxis

(zum Vortrag....)

Thomas Dittmeier, Versicherungsmakler, Dittmeier & Dittmeier, Würzburg

Gestohlene Reisebusse und der Einsatz von Leihfahrern: Zwei von vielen versicherungsrelevanten Beispielen

(zum Vortrag....)

Stefanie Holtkötter, Rechtsanwältin, Steuerberaterin und Hans-Georg Holtkötter, Betriebswird und Steuerberater, holtkötter + holtkötter, München

Der Steuerberater als Freund: Tipps und Tricks für Busunternehmer

(zum Vortrag.... + Anlagen)

„Ich habe großes Verständnis für diese Probleme“, ließ Annette Faße, tourismuspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, wissen. Sie arrangierte ein Treffen mit dem zuständigen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium und erfuhr, dass gegenwärtig eine Studie erarbeitet werde, deren Ergebnis Anfang 2009 erwartet wird. „Wenn nach dem Erscheinen der Studie eine klare Sachlage vorliegt, bin ich dafür, konsequent notwendige Änderungen auf europäischer Ebene einzufordern“, bekräftigte Faße. Offenbar zeichnet sich ein hoffnungsvoller Lichtstrahl am Ende des Tunnels ab. Doch Steinbrück forderte die Politiker auf allen Ebenen auf, „nicht auf halben Wege stehen“ zu bleiben.

Rechtsanwalt Johannes Krems, Geschäftsführer des Verbandes Nordrhein-Westfälischer Omnibusunternehmen, erklärte im sehr gut besuchten Workshop die seit dem 11. April 2007 bestehenden Personaleinsatzbedingungen recht ausführlich. Dabei stellte er Vor- und Nachteile gegenüber und erläuterte an Beispielen sehr anschaulich, wie die einzelnen Bestimmungen konkret wirken.

Diese veränderten Sozialvorschriften hatte zuvor „keiner Ernst genommen. Jetzt ist sie da und keiner kommt damit zu recht“, konstatierte bdo-Hauptgeschäftsführer Gunther Mörl. Er legte dar, wie kompliziert der (Erkenntnis-)Weg durch die EU-Instanzen ist, um an dieser falsch montierten Schraube wieder zu drehen. Allerdings konnte er ebenfalls Hoffnung verbreiten: „Da bewegt sich was.“ Gemeinsam mit der IRU erarbeitete der bdo nun ein 12-seitiges Heftchen über den „Wegfall der 12-Tage-Regelung in der Reisebustouristik“, in dem Argumente für die Wiedereinführung zu finden sind. Das Infomaterial steht allen bdo-Mitglieder zur Verfügung. Steinbrück forderte jeden Unternehmer auf, sich selbst um eine rasche Änderung zu kümmern, in dem mit den Abgeordneten gesprochen und die Situation vor Ort konkret erläutert werde. Denn zahlreiche Organisationen sind inzwischen überzeugt: Die entstehenden Extrakosten werden den Reisebustourismus kaputt machen.

Versicherungsmakler Thomas Dittmeier griff das Thema ebenfalls auf und ging darauf ein, welche versicherungsrechtlichen Probleme die Leihfahreranmietung mit sich bringen. „Hierzu lässt sich eindeutig aufführen“, so Dittmeier, „dass Versicherungsschutz zur Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung besteht, solange folgende Kriterien erfüllt sind:

- berechtigter Fahrer

- vorgeschriebene Fahrerlaubnis vorhanden

- keine dadurch artfremde Verwendung des Busses.“ Denn „die Vermietung des Busses ohne Fahrer gegen Geld ist eine Selbstfahrervermietung und erfordert zusätzlichen Versicherungsschutz“, erklärte er.

Apropos Geld. In seiner mit viel Beifall unterbrochenen Eröffnungsrede ging bdo-Präsident Steinbrück auch auf das Dauerthema der verfehlten Subventionspolitik ein. Die nach wie vor praktizierte Staatsgeldvergabe war, ist und bleibt „ein Schlag ins Gesicht für den Mittelstand“, argumentierte er. Milliardenschwere Investitionen fließen in die Bahn und das Flugwesen. Dies belegte er mit aktuellen Beispielen. „Und wir, die das Rückgrat der Wirtschaft sein sollen, gehen faktisch leer aus“, schlussfolgerte Steinbrück. Er führte dann weiter aus: „Busunternehmen stehen in der Mitte der Gesellschaft und unsere Gäste repräsentieren vorbildlich den Querschnitt unserer Gesellschaft. Forschungsinstitute werden nicht müde, uns eine positive Entwicklung zu bescheinigen, weil zumindest der demografische Faktor im Bustourismus unser Freund ist. Nur die Politik sieht uns Mittelständler offenbar mittlerweile am Rand des wirtschaftlichen Systems.“

Tourismusbeauftragter Hinsken wollte das nicht so stehen lassen. Er gab dem bdo-Präsidenten „teils Recht und teils Unrecht“, dass er „das mangelnde Verständnis der Politik“ beklage. So liege der Bundesregierung ein touristischer Bericht vor, in dem „über mehrere Seiten“ sicht dem Thema Bustourismus gewidmet werde. Hinsken verwies darauf, dass die Nachfrage nach touristischen Dienstleistungen steige. Die Branche hätte die größten Zuwächse zu verzeichnen. Daran hätte der Bus eine wichtige Aufgabe, zumal diese Reiseart durch Klimawandel und Demografie „gut in die Landschaft“ passe. Denn „ein Bus ist umweltschonender mit 50 Leuten an Bord als 50 Pkw“.

 

Veranstaltungsbeiträge

14. Februar "Kongress zum Bustourismus"

 

Wolfgang Steinbrück, Präsident des bdo

Begrüßung

(zum Vortrag....)

Ernst Hinsken, Beauftragter der Bundesregierung für Tourismus, Berlin

Grußwort

(zum Vortrag....)

Prof. Dr. Edgar Kreilkamp, Strategisches Management und Tourismusmanagement, Uni Lüneburg

Der Bustourismus am Scheideweg - Fluch oder Segen der Best Ager Generation

(zum Vortrag....)

Karin Lompscher, Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, Berlin

Die Kennzeichnungsverordnung und das Land Berlin: Umweltfreundlicher Tourismus in der Hauptstadt

(zum Vortrag....)

Rolf Pfeifer, Geschäftsführer, forum ander reisen e. V., Freiburg i. Br.

Diskriminierung des umweltfreundlichsten Verkehrsmittels aus Sicht des  Unternehmerverbandes forum anders reisen e. V.

(zum Vortrag....)

Jochen Sandner, Geschäftsführer, Bundesgartenschau Schwerin 2009 GmbH, Schwerin

Kooperation am Beispiel der Bundesgartenschau (BUGA) 2009

(zum Vortrag....)

Stichwort: Umweltschutz. Als aktuelle bustouristische Hürde macht sich nun die Kennzeichnungsverordnung bemerkbar. Seit Jahresbeginn haben Berlin, Hannover und Köln entsprechende Umweltzonen eingerichtet. Weitere Städte folgen noch in diesen Tagen und Wochen. Diese Verordnung sieht vor, dass ab 2010 nur noch Busse mit Euro-III-Norm in diese markierten deutschen Innenstädte fahren dürfen. „Das sind Busse“, macht Steinbrück klar, „die noch im Jahr 2006 produziert und zugelassen wurden“. Darum fordert der bdo diese neue Umweltstufe zu verhindert oder zumindest „den Bus aus der Verordnung herauszunehmen“.

Berlins Umweltsenatorin Katrin Lompscher gehört mit zu den Verfechtern der harten Umweltzonenlinie. Doch auf dem Kongress räumte sie nun ein: „Die zweite Stufe stellt uns vor Herausforderungen.“ Sie mache diese Entscheidung nun davon abhängig, „in welchem Umfang Nachrüstmöglichkeiten bestehen“. Von den Praktikern musste sie sich sagen lassen, dass es für den Reisebus derartige Filtersysteme nicht gibt. Lompscher versprach, dass demzufolge „die zweite Stufe neu bewertet werden“ müsse. Unklar blieb auch weiterhin, wie die anderen Städte damit verfahren. Problematisch stellt sich nach wie vor auch die ungeklärte Lösung der Ausnahmegenehmigungen dar, die bisher für jede Umweltzonenstadt neu gestellt werden muss. Dies verteure nicht nur die Sache, sondern erschwere sie auch bürokratisch enorm. Denn die billigen Plaketten werden im Gegensatz dazu bundesweit anerkannt.

Hinsken bezweifelte, ob das mit der Befreiung des Busses aus diesem Umweltzonenspiel funktioniert. Er plädierte aber für (bessere) Übergangszeiten und bekräftigte noch einmal die Umweltfreundlichkeit dieses Reisemittels. „Hier darf nicht das Kind mit dem Bade ausgeschüttet werden“, diktierte er den Kommunalpolitikern ins Stammbuch. Als äußerst „positiv“ bezeichnete der Tourismusbeauftragte die neue Reiseleiterregelung, die nun EU-weit gilt. So müsse nicht mehr der eigentlichen Reiseleiter seinem Kollegen in der besuchten Stadt den Platz frei machen.

Über die neue Emissionsschutzverordnung und den Omnibus referierte Dr. Peter Liese. Das Mitglied des Europäischen Parlaments spannte dabei die Brücke zwischen den politischen Forderungen und der Realität. Er plädierte dafür, die Einnahmen aus dem Emissionshandel beim Flugverkehr direkt den Busunternehmern zukommen zu lassen, um sie steuerlich zu entlasten. Schließlich sei der Bus das umweltfreundlichste Verkehrsmittel und nur mit ihm lasse sich auch klimaschonend Reisen. Der EU-Ministerrat lehnte diesen Vorstoß zunächst ab, weil Steuersenkungen nicht in Frage kämen. Doch die parlamentarische Kommission in Brüssel will nicht locker lassen und die Steuererleichterungen für den Busverkehr wieder in die Diskussionsvorlage über den Emissionshandel bringen. Er appellierte an die Kongressteilnehmer, dass sich jeder Busunternehmer dafür stark machen solle. Dies würde auch dem Parlament in Brüssel helfen, die Vorschläge umzusetzen.

Auf ein Reiseproblem der etwas anderen Art machte Versicherungsmakler Dittmeier aufmerksam: den Busklau. Zwischen Frühjahr 2006 und Ende 2007 wurden etwa 50 deutsche Busse gestohlen, von denen nur zehn wieder ermittelt wurden. Zwar konnten im Frühjahr 2007 zwei Gruppierungen einer Bande gefasst werden, die europaweit tätig waren, aber die Busdiebstähle gehen weiter. Aber „bis auf einen Fall in den letzten sechs Monaten, machen Diebe um Deutschland einen Bogen“, berichtete Dittmeier. Allerdings werden nun deutsche Busse hauptsächlich im Ausland entwendet. Wien hat sich da zu einer Hochburg entwickelt. Es folgen Rom und Paris. Meist schlagen die Täten in der Nacht zum Sonnabend zu. Vorrangig gefährdet sind hell oder unauffällig lackierte Busse ab Baujahr 2000 und jünger. Dittmeier vermittelte zahlreiche Tipps, um die Diebstähle zu verhindern:

- In Hauptstädten und Ferienzentren keine unbewachten Parkplätze nutzen. Schon gar keine kostenfreien und abseits gelegenen, selbst wenn sie vom Hotel empfohlen werden.

- Busse sollten unbedingt eine Wegfahrsperre haben.

- Darüber hinaus eigenen sich Fahrzeugortungssysteme auf GPS-Basis, versteckt angebrachte Schalter zur Unterbrechung der Motorelektronik, eine robuste Metall-Radkralle oder ein versteckt eingeschaltetes Handy als Diebstahlsicherung.

- Jeder Bus sollte vorbeugend mit einem „Steckbrief“ im Unternehmen dokumentiert sein. Also digitale Fotos von allen Seiten und innen von markanten Ausstattungsdetails, die dann im Diebstahlsfall sofort den Ermittlungsbehörden zur Verfügung gestellt werden können.

- Im Ausland gestohlene Busse sollten bei der örtlichen Polizei noch einmal angezeigt werden. Das verlangen auch die meisten Versicherungen.

 

 

Herr Wolfgang Steinbrück (links), Präsident des bdo, wies in seiner Eröffnungsrede auf die enorme Bedeutung des Bustourismus hin.

Neben anderen Referenten erhielt auch Herr Prof. Dr. Edgar Kreilkamp (unten) großen Beifall für seinen Beitrag zur Zukunft des Bustourismus und wies auf mögliche Perspektiven hin. 

Im weiteren Kongressverlauf referierte Prof. Dr. Edgar Kreilkamp von der Leuphana Universität Lüneburg über die Marktchancen der Bustouristik. Aspekte wie ältere Leute, Klimawandel und Incoming sprechen zunächst für einen wachsenden Zuspruch des Reisemittels. Aber der Wissenschaftler machte schnell deutlich, dass diese Themen durchaus keine Selbstläufer seien und die Zielgruppen neu definiert werden müssten. So sei der Begriff „Senioren“ inzwischen längst verpönt, erläuterte er. Eine Umfrage ergab, dass alle Menschen unter 74 nicht als seien und sie deshalb auch nicht so angesprochen werden wollten. Auf Grund der gesellschaftlichen Gesamtsituation verschiebe sich das Busreisealter immer mehr nach hinten. Dies müsse bei der Reiseplanung bereits berücksichtig werden, mahnte er an. Nur ein großer Reiseveranstalter habe bisher erkannt, dass Menschen jenseits der 50 inzwischen andere und sehr differenzierte Urlaubsvorstellungen hätten und realisieren möchten. Dazu sind qualifizierte und hochwertige Angebote notwendig. Grundsätzlich muss die Zielgruppe der aktiven Älteren sehr ernst genommen werden. Das beginnt bei klaren Aussagen in der Ansprache und endet in der Erlebnisqualität. Für diesen Personenkreis stehen Kultur und Natur sehr im Vordergrund. Prof. Dr. Kreilkamp ist überzeugt, dass der Klimawandel für den Bustourismus „nur eine geringe Bedeutung“ habe. „Das Reiseverhalten wird sich deswegen nicht ändern.“

Das liegt sicherlich nicht nur (mit) daran, dass der Bus ohnehin das umweltverträglichste Beförderungsmobil ist. Rolf Pfeifer, Geschäftsführer des „forum anders reisen“-Vereins machte es in seinem Vortrag deutlich: Für eine Tonne Kohlendioxid kann der Bus 31.250 km fahren. Die Bahn schafft es dabei nur auf 12.231 km, der Pkw benötigt 6.944 km und das Flugzeug kommt gerade mal 2.525 km. Allerdings haben die Fluggesellschaften und –reiseveranstalter die Chance, „sich mit dubiosen Klimaschutzmodellen ‚grün’ zu waschen und sich so in den Medien zu profilieren*, kritisiert Pfeifer. Dagegen habe der Busunternehmer „keine Profilierungsmöglichkeit: sein Produkt ist schon per se ‚grün’!“, schildert er und schlug vor, den Busreisenden ein kostenloses Kohlendioxid-Zertifikat auszuhändigen, weil sie durch die Wahl dieses Reisemittels den Treibhauseffekt gemildert haben.

Das umfangreiche und sehr informative Kongressprogramm wurde durch einen Vortrag des Steuerberatungsbüros holtkötter + holtkötter sowie eine Präsentation der Bundesgartenschau 2009 in Schwerin abgerundet. bdo-Hauptgeschäftsführer Mörl schätze abschließend ein, dass gerade für den Workshop künftig mehr Zeit eingeräumt werden müsse. Er freute sich, dass „im bdo ein enormes Potenzial vorhanden“ sei. Und er appellierte nochmals an jedes Mitgliedsunternehmen, aktiv mit den Politikern zu reden. „Denn es geht um den Tourismus in Deutschland. Wir haben 5.000 Unternehmen. Das ist ein Multiplikator sonders gleichen. Und wir haben die Chancen. Geben Sie es nicht auf!“