Umstieg vom Jet in den Bus
Erdgebundene Reisen im Aufwährtstrend
sup.- Das Reiseverhalten der Deutschen hat sich im vergangenen Jahr deutlich verändert. Während die Flugtouristik im Jahr 1 nach den Anschlägen des 11. Septembers fast zehn Prozent Marktanteile eingebüßt hat, gehört die Busbranche zu den Gewinnern des insgesamt rückläufigen Reisemarkts. Die Marktführer der mittelständischen Branche haben bei Urlaubs- und Städtereisen fast alle kräftig zugelegt, zum Teil sogar mit zweistelligen Zuwachsraten.Laut Angaben des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) gibt es in Deutschland rund 6.000 Busunternehmen, davon haben sich 1.200 Betriebe auf die Bustouristik spezialisiert. Im vergangenen Jahr wurden rund 100 Mio. touristische Busfahrgäste gezählt. Der größte Anteil entfällt dabei allerdings auf Tagesfahrten, Betriebsausflüge und touristische Transfers. Eine Bus-Urlaubsreise mit mindestens fünf Übernachtungen unternahmen sechs Mio. Bundesbürger. Für Kurz- und Städtereisen (zwei bis vier Tage) entschieden sich neun Mio. Menschen in Deutschland.Der Trend zu „erdgebundenen Reisen“ hat allerdings nicht nur mit der gewachsenen Flugangst seit dem 11. September zu tun. Das günstige Preis-/Leistungsverhältnis von Busreisen spielt bei der nachlassenden Ausgabefreudigkeit der Bevölkerung ebenfalls eine Rolle. Hinzu kommt: Laut Informationen des bdo haben viele Busunternehmen in den letzten Jahren eine Qualitätsoffensive eingeleitet. Das Mehr an Komfort zeigt sich sowohl bei der Ausstattung der Fahrzeuge als auch beim Bordservice. Außerdem ist das Angebot an Busreisezielen ungleich vielfältiger, kreativer und individueller geworden. Beispiele hierfür sind kombinierte Fahrrad-Bus-Touren, Top-Gourmet-Reisen und Wellness-Urlaube inklusive dem Besuch von kulturellen Highlights.







