Umdenken dringend erforderlich


Pendler: Meist per Auto zum Job


sup.- Für den Weg zur Arbeit nutzen insgesamt nur zwölf Prozent der Berufstätigen öffentliche Verkehrsmittel wie Bus oder Bahn. 60 Prozent erreichen ihren Arbeitsplatz mit dem PKW, 18 Prozent gehen zu Fuß oder fahren mit dem Fahrrad und drei Prozent fahren im Auto ihres Kollegen oder ihrer Kollegin mit. Über die Hälfte aller Pendler legt laut Angaben des Statistischen Bundesamtes maximal zehn Kilometer zum Arbeitsplatz zurück. Nur jeder sechste Berufstätige in Deutschland muss Entfernungen von 25 km und mehr in Kauf nehmen.

Unter verkehrspolitischen und ökologischen Gesichtspunkten ist die Tatsache, dass nur gut jeder achte Berufstätige öffentliche Verkehrsmittel wählt, fatal. Denn natürlich mit Recht steht auf vielen Bussen „Lieber Autofahrer, an meiner Stelle könnten jetzt auch 60 PKW vor Ihnen fahren“. Hinzu kommt: „Der Bus ist das wirtschaftlichste, energiesparendste und ökologischste Verkehrsmittel der Gegenwart“, so Ernst Hinsken, Vorsitzender des Ausschusses für Tourismus des Deutschen Bundestages. Hier ist also dringend ein Umdenken erforderlich. Das ÖPNV-Angebot ist bei uns insbesondere in größeren Städten im Vergleich zu den meisten europäischen Nachbarländern sehr gut organisiert und gerade auch unter zeitlichen Aspekten eine wirkliche Alternative zur Fahrt mit dem eigenen Wagen. Es kommt auf den Versuch an: Viele eingefleischte Autofahrer würden sich beim Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel wundern, wie viel stressfreier sie auf diese Art ihren Arbeitsplatz erreichen.