Rund um den Schulbus


Sicherster Schulweg: Der Sitzplatz im Bus


Millionen von Schulkindern aller Altersgruppen sind unter der Woche auf Deutschlands Straßen unterwegs. Dabei sollen sie ihren Schulweg möglichst sicher zurücklegen können – ob als Fußgänger, Radfahrer, Mitfahrer im Pkw oder als Fahrgast im öffentlichen Nahverkehr.

Für viele überraschend hat sich in den vergangenen Jahren der Bus als das mit Abstand sicherste Transportmittel für Kinder auf ihrem Weg zur Schule und zurück nach Hause bewährt. Dies belegen die Zahlen, die der Bundesverband der Unfallkassen regelmäßig vorlegt. So war der Schulbus in 2002 nur mit 2 Prozent an tödlichen Schülerunfällen beteiligt. Berücksichtigt man alle Schülerunfälle, so ist der Weg mit Schulbussen, die ausschließlich für die Schülerbeförderung eingesetzt werden, knapp zehnmal sicherer als mit dem Fahrrad und viermal sicherer als mit dem Pkw.

Um die Sicherheit weiter zu verbessern, empfehlen Experten in Einzelfällen, die Einführung weiterer Maßnahmen zu prüfen:

- In manchen Fällen können Haltestellen durch bauliche Veränderungen und eine angemessene Verkehrsführung noch sicherer gestaltet werden. Denn der größte Teil der registrierten Unfälle im Schülerverkehr passiert nicht während der Busfahrt, sondern wenn die Schüler auf das Fahrzeug warten, in den Bus ein- oder aussteigen sowie beim Überqueren der Fahrbahn.

- An den Haltestellen, aber auch im Bus, hat sich der Einsatz erwachsener Schulbusbegleiter oder Schülerlotsen positiv bemerkbar gemacht. Bisherige Erfahrungen zeigen, dass die Begleitpersonen einen beruhigenden Einfluss auf die Schüler ausüben. Somit können zahlreiche Rangeleien sowie Streitigkeiten um Sitzplätze verhindert und gefährliche Situationen vermieden werden.

- Einige Busunternehmen bieten den Besuch einer „Bus-Schule“ an. Hierbei lernen die Kinder spielerisch, wie sie sich an der Haltestelle und im Bus richtig verhalten sollen oder wie sie den Fahrplan lesen können.

Natürlich sollten die Eltern auch durch eigene Erziehungsmaßnahmen auf das Verhalten ihrer Kinder im Bus einwirken. Bereits vor dem ersten Schultag kann z. B. mit Schulanfängern das gefahrlose Ein- und Aussteigen in den Bus geübt werden.