Reiselust nahezu unverändert
Urlaub im eigenen Land wird populärer
sup.- Die schönsten Wochen des Jahres lassen sich die Deutschen nicht vermiesen. Trotz der Bedrohung durch den internationalen Terrorismus und der negativen Wirtschaftsmeldungen im eigenen Land ist ihre Reiselust nahezu ungebrochen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage bei 5.000 Bundesbürgern im Auftrag des Freizeit-Forschungsinstituts (Hamburg). Demnach wollen 47 Prozent der Bevölkerung in diesem Jahr in den Urlaub fahren, 29 Prozent sind sich noch unsicher und 24 Prozent wollen oder können keine Reise antreten. Die Prozentwerte sind im Vergleich zum Vorjahr fast unverändert. Damals äußerten 49 Prozent der Bundesbürger feste Reiseabsichten, 27 Prozent waren noch unentschlossen und ebenfalls 24 Prozent wollten nicht verreisen.
Nach ihren Reisezielen befragt, nennen 23 Prozent derjenigen, die in jedem Fall in den Urlaub fahren wollen, ihr Heimatland. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr votierten nur 20 Prozent der Befragten für deutsche Reiseziele. Das Plus von drei Prozent entspricht rund 1,9 Mio. Urlaubsreisenden. Der touristische Gewinner dieser Saison wird also aller Voraussicht nach Deutschland sein. Bei den ausländischen Reisezielen liegt nach wie vor Spanien, gefolgt von Italien und Österreich an der Spitze. Während allerdings im letzten Jahr 15 Prozent der Befragten spanische Urlaubsorte favorisierten, sind es in diesem Jahr nur noch 13 Prozent.
Generell, so die Deutsche Tourismusanalyse des Freizeit-Forschungsinstituts, zeigt sich im Reiseverhalten ein Wandel vom Wohlstands- zum Wohlfühltourismus ab. Dieser Trend, so die Einschätzung von Experten, dürfte vor allem der Bustouristik zugute kommen. Im Gegensatz zu vielen Fluggesellschaften setzen die deutschen Busunternehmen nämlich seit Jahren nicht auf weniger, sondern auf mehr Sitzabstand und nicht auf weniger, sondern auf mehr Komfort und Bordservice – alles Faktoren, die zum Wohlfühlen schon während der Reise entscheidend beitragen.







