Karneval, Fasching, Fastnacht
Mit dem Bus ins närrische Treiben
„Echte Fründe ston zesamme....“ singen die Mitglieder des Karnevalsvereins aus der Nähe von Hamburg, die sich in diesem Jahr entschieden haben, die „fünfte Jahreszeit“ zusammen mit ihren Kölschen Kollegen zu verbringen. Die norddeutschen Narren sitzen bequem im Reisebus, den sie samt Fahrer für drei Tage gebucht haben. Die Stimmung auf dem Weg ins Rheinland ist ausgelassen und entspannt. „Mit dem Mietbus anzureisen ist für uns ideal“, so der erste Vorsitzende des Vereins, „denn während der tollen Tage ist mit dem Auto in Köln einfach kein Durchkommen.“ Es gäbe aber auch noch andere Gründe, das Auto lieber daheim zu lassen, sagt er schmunzelnd und schwärmt vom Kölsch, während der Rest der Gruppe ein neuerliches „Kölle Alaaf“ anstimmt.
Busreisen zu den deutschen Karnevalshochburgen, aber auch zu Fastnachtsfeiern in Österreich, der Schweiz und Italien - und hier insbesondere zum weltberühmten Karneval von Venedig – sind äußerst beliebt, so der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo). Die Gründe liegen auf der Hand: Trotz Liebe zum närrischen Chaos schätzen auch Karneval-Jecken die gute Organisation der Reisen und das ausgezeichnete Preis-Leistungs-Verhältnis. Darüber hinaus ist für die Meisten das gemeinsame Reisen in der Gruppe ausschlaggebend. Gerade bei Fahrten zu rituellen Festen wie dem Karneval, ist Vielen eine gemeinsame Einstimmung wichtig. Gerne wird hierzu die Stereoanlage des Busses genutzt oder selbst musiziert. Nicht selten entstehen so bereits auf der Hinfahrt Kontakte, die oft weit über die Dauer der eigentlichen Reise hinausgehen.
Da die Busunternehmen um die Bedürfnisse ihrer Kunden wissen, haben sie ein entsprechend breites Angebot entwickelt: Vom Tagestrip über die mehrtägige Reise mit Hotelübernachtung und Programm bleiben keine Wünsche offen. Die Reisen können von Einzelpersonen oder auch von Gruppen gebucht werden. Ebenfalls möglich ist es, wie der Hamburger Karnevalsverein es getan hat, ein individuelles Arrangement zu vereinbaren. Interessierte können sich direkt an einen Busunternehmer in ihrer Nähe wenden und so gemeinsam den Bus zum „Narrenschiff“ machen.







