Hohe Risiko für Fahrradfahrer


Unfallgefahr auf dem Schulweg


sup.- Was viele Eltern nicht wissen: Kinder, die mit dem Fahrrad zur Schule fahren, haben das größte Unfallrisiko. Das zeigen die Zahlen des Bundesverbandes der Unfallkassen (München) eindeutig. 45,9 Prozent aller Unfälle auf dem Schulweg ereigneten sich im Jahr 2002 mit dem Fahrrad. Das heißt: 31.000 Schüler verletzten sich bei Fahrradunfällen, die den Unfallkassen gemeldet wurden. Die Unfallhäufigkeit unterstreicht, wie wichtig es ist, dass Eltern darauf bestehen, dass ihre Kinder nur mit Helm Fahrrad fahren. Außerdem sollten sie genauestens mit den Straßenverkehrsregeln vertraut gemacht werden. Zudem ist natürlich Konzentration gefordert und nicht „cooles“ Fahrrad fahren mit nur einer Hand oder gar freihändig. Viele Fahrrad-Unfälle könnten bei mehr Achtsamkeit der Fahrradfahrer vermieden werden, denn es sind keineswegs immer nur die anderen Verkehrsteilnehmer Schuld daran, wenn es zu einem Unfall kommt.

An zweiter Stelle der Schüler-Unfallstatistik folgen Unfälle mit dem PKW (24,7 Prozent). Kinder, die zu Fuß zur Schule gehen, sind wesentlich weniger gefährdet als fahrradfahrende Mitschüler. Ihr Anteil am Unfallgeschehen nach Art der Verkehrsbeteiligung liegt bei 8,9 Prozent. Bei Kindern, die sich mit einem motorisierten Zweirad auf den Weg machen, beträgt der Anteil neun Prozent. Der mit Abstand sicherste Weg zur Schule ist laut der Statistik die Fahrt mit dem Schulbus. Obwohl täglich Millionen von Kindern den Bus nutzen, beträgt hier der Anteil am Unfallgeschehen nur 4,7 Prozent.