Motor Mittelstand
Zweiter bustouristischer Kongress des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer
„Wir fordern nicht Milliarden sondern nur politische Rahmenbedingungen, um unsere Betriebe weiter führen zu können“, erklärte Wolfgang Steinbrück, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer zur heutigen Eröffnung des zweiten Bustourismuskongresses in Berlin. Er appellierte an die Politik, den „Motor Mittelstand“ am Laufen zu halten. Die Kennzeichnungsverordnung und die Lenk- und Ruhezeiten bedürften einer Korrektur, das Konjunkturpaket II müsse auch den ÖPNV berücksichtigen.
Über 200 Gäste begrüßte der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer zu seinem Kongress „Motor Mittelstand!“ in Berlin. In seiner Eröffnungsrede machte Präsident Wolfgang Steinbrück deutlich, wie wichtig die mittelständische Busbranche für die Wirtschaft ist. „750.000 Arbeitnehmer partizipieren daran, dass es unsere Branche gibt“, erklärte er. „Wir sind Mittelstand, Motor der Gesellschaft!“. Doch was mache der Staat jetzt, da der Motor ins Stottern gerät, fragte er die anwesenden Vertreter aus der Politik.
Entgegen der Aussagen der Politik sei es weiter schwer für den Mittelstand, Kredite zu erhalten, stellte Steinbrück fest. Er forderte eine Abwrackprämie für Omnibusse, so werde das umweltfreundlichste Verkehrsmittel noch umweltfreundlicher. Viel Kritik gab es vom bdo-Präsidenten für die Kennzeichnungsverordnung. Umweltzonen sperren das umweltfreundlichste Verkehrsmittel aus den Städten aus. „Wenn wir nicht mehr erwünscht sind, soll uns das klar und deutlich mitgeteilt werden!“, erklärte er. Im Sinne einer Gleichbehandlung aller Verkehrsträger sei die Wiedereinführung 12-Tage-Regelung unabdingbar. Auf Dauer würde dies aber nicht reichen, um Flexibilität und Wettbewerbsfähigkeit zu garantieren. Oberstes Ziel der Branche sei es daher, eigene Sozialvorschriften, abgekoppelt vom Güterkraftverkehr, zu erreichen.
Keine Rolle spiele die Busbranche zudem im milliardenschweren Konjunkturprogramm. „Wir haben die Finanzkrise nicht verursacht. Wir fordern nicht Milliarden sondern nur politische Rahmenbedingungen, um unsere Betriebe weiter führen zu können“, fasste Präsident Steinbrück unter dem Beifall der Teilnehmer abschließend zusammen.
Einen ausführlichen Bericht über den zweiten bustouristischen Kongress des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer finden Sie hier.







