06: Busbranche blickt auf befriedigendes Geschäftsjahr
Weiterhin angespannte Lage im Öffentlichen Nahverkehr
Mehr als 62 Prozent der Unternehmen stuften das vergangene bustouristische Geschäftsjahr als befriedigend ein. 23 Prozent der Unternehmen befanden es für gut; rund 14 Prozent bewerteten das Geschäftsjahr als schlecht. Gegenüber 2005 ist das Ergebnis damit leicht positiv, wie eine Umfrage des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) ergab, die im Dezember 2006 durchgeführt wurde.
Danach haben sich auch die Umsätze verbessert. Mehr als 43 Prozent der befragten Unternehmen erzielten Zuwächse. Allerdings konnten davon nur knapp 26 Prozent auch den Gewinn steigern. Steigende Energiepreise und Nebenkosten verhinderten ein poitiveres Abschneiden. Immerhin verzeichneten nur noch 27,5 Prozent Gewinnrückgänge, das sind knapp 30 Prozent weniger Unternehmen als 2005.
Eindeutig belegbar ist der Trend hin zu Kurz- und Mehrfachreisen. Damit wird die These vieler Trendforscher bestätigt, wonach der einmalige Jahresurlaub von zwei bis drei Wochen zugunsten von mehreren Kurzurlauben mit bis zu fünf Tagen an Bedeutung verliert. Nach wie vor reisen Deutschlands Bürger mit dem Bus am liebsten im eigenen Land, wie die Umfrage ebenfalls belegt.
Weiterhin angespannt bleibt die Situation im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Zwar stieg die Zahl der Unternehmen um mehr als sechs Prozent, die von einer guten Geschäftsentwicklung sprechen, allerdings sind dies insgesamt nur 17,2 Prozent aller befragten Unternehmen. Mehr als 57 Prozent der Unternehmen attestierten dem abgelaufenen Jahr eine befriedigende Geschäftslage. Jedes vierte Unternehmen stuft hingegen das vergangene Jahr als schlecht ein.
Insgesamt beteiligten sich 200 Unternehmen an der Umfrage, die jährlich vom bdo durchgeführt wird. 41,8 Prozent der befragten Unternehmen gaben als Unternehmensschwerpunkt den ÖPNV an. Bei 35,4 Prozent der Unternehmen liegt der Schwerpunkt in der Bustouristik. 22,8 Prozent aller Unternehmen betreiben sowohl ÖPNV und Bustouristik gleichermaßen.







