Europäische Kommission will Emissionshandel für Luftverkehr einführen
Der internationale Bustouristik Verband RDA und der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer bdo begrüßen, dass die Europäische Kommission heute einen Gesetzgebungsvorschlag zur Einbeziehung des Luftverkehrs in den Emissionshandel vorlegt
Angesichts der Tatsache, dass der Flugverkehr die Reiseform ist, die mit Abstand am meisten CO2 pro zurückgelegten Kilometer verursacht ist dessen Einbeziehung in den Emissionshandel dringend erforderlich. Der Emissionshandel wurde als marktwirtschaftliches Instrument eingeführt zur Belohnung der umweltorientierten Produktion und Dienstleistungserstellung. Die derzeitige Befreiung des Luftverkehrs vom Emissionshandel stellt aber auch eine gravierende Wettbewerbsverzerrung gegenüber anderen Verkehrsträgern dar. Der Pkw und der Reisebus werden bereits erheblich durch die Ökosteuer und im EU-Ausland durch Mautgebühren finanziell belastet. Auch die Bahn ist durch den Strombezug vom Emissionshandel erfasst. Der Luftverkehr ist dagegen bisher befreit. Hinzu kommt die vollständige Steuerbefreiung von Flugkerosin während beispielsweise der Reisebus vollständig der Mineralöl- und Ökosteuer unterliegt. Mithin führen die Busunternehmer über 70% ihrer Treibstoffkosten an den Fiskus ab gegenüber 0% beim Flieger. Dies obwohl Omnibus das nachweislich umweltverträglichste Reiseverkehrsmittel ist.
„Die Einbeziehung des Flugzeuges in den Emissionshandel ist ein erster, aber wichtiger Schritt zur Herstellung von Wettbewerbsgleichheit zwischen den Verkehrsträgern. Der derzeitige Zustand benachteiligt gerade auch Tourismusdestinationen, die vorwiegend per Bus, Pkw oder Bahn bereist werden“ so bdo und RDA. Die EU- Kommission folgt mit ihrem Gesetzesvorschlag einem Beschluss des Europäischen Parlaments vom 4. Juli 2006. Diese parlamentarische Initiative zielt darauf umweltschädliche Abgase aus dem Luftverkehr, die den so genannten Treibhauseffekt verstärken, durch marktwirtschaftliche Anreize einzudämmen.
Beide Verbände können den teilweise in der deutschen Politik vorhandenen Widerstand gegen diese Initiative für eine saubere Luft und gegen die zunehmende, spürbare Klimaerwärmung nicht nachvollziehen!
bdo und RDA begrüßen die Forderungen maßgeblicher Umweltpolitiker der Union unter anderem die beim Emissionshandel eingenommenen Mittel zur Entlastung von Verkehrsträgern wie Bus und Bahn einzusetzen, damit die Gesamtbelastung der Bevölkerung nicht ansteigt.
Aktuelle Berechnungen zur Umweltbilanz der verschiedenen Verkehrsträger sowie vertiefende wissenschaftliche Studien sind abrufbar bei RDA und bdo.







