Bekanntgabe des ADAC-Testergebnisses

bdo-Stellungnahme

 

Der Spitzenverband der deutschen Busbranche, der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo), erklärt dazu folgendes:

Der Test ist in keiner Weise repräsentativ, da hier das kleinste Segment des Reiseverkehrs unter Einbeziehung einer Vielzahl von ausländischen Busunternehmen untersucht wurde.
Wenn bedacht wird, dass der ADAC weit mehr als die gesetzlichen Bestimmungen testet, so sind die Ergebnisse für die Branche positiv zu werten. Alle Testurteile bewegten sich innerhalb des gesetzlichen Rahmens. Fast die Hälfte aller Fahrten wurde mit sehr gut und gut bewertet.
Der in der Öffentlichkeit oftmals negativ dargestellte europäische Linienverkehr ist damit eindeutig besser als sein Ruf. Das beweist das Testergebnis unzweifelhaft.
Unterm Strich bewertet der bdo das Interesse des Automobilclubs ADAC an Busreisen dennoch positiv. „Das zeigt, dass offensichtlich viele PKW-Fahrer an diesem Thema interessiert sind - potentielle Reisebusgäste von morgen“, so Martin Kaßler, Pressesprecher des bdo. Dennoch hofft der Spitzenverband der Busbranche, dass der ADAC auch kritisch mit anderen Verkehrsträgern ins Gericht geht. Insbesondere ein ADAC-Autotest wäre seit Jahren dringend geboten. Mit den dabei gewonnenen Erkenntnissen würde der ADAC nicht nur seine Mitglieder wirkungsvoll schützen, sondern auch helfen, das Unfall-Risiko auf Deutschlands Straßen nachhaltig zu senken. Denn zweierlei lässt sich durch keinen noch so gearteten Test bestreiten:

Die Zahl der mit dem PKW tödlich verunglückten Personen ist weiter mit Abstand am größten.
Demgegenüber ist der Bus seit Jahren das sicherste Verkehrsmittel, wie unabhängige Erhebungen durch das Statistische Bundesamt wirkungsvoll belegen.
Für die Bussicherheit ist eine Vielzahl von Faktoren verantwortlich. Neben ausgereiften und bewährten Gesetzen sind dies die hohe technische Sicherheit der Reisebusse und vor allem freiwillige Maßnahmen der Branche. Allein in den letzten Jahren investierten deutsche Busunternehmen mehrere Millionen Euro in Weiterbildungsmaßnahmen wie Fahrerschulungen. Nach letzten Erhebungen konnten damit annähernd 20.000 Fahrer ein Fahrsicherheitstraining absolvieren, die auch vom ADAC angeboten werden.